

Dank der Firma Diedrich Meyer alias Jürgen Döhren und Hamburg Süd steht nun ein Container auf der Brache. Der erste AnlAUF ist gemacht!
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"Temporäre Nutzung"
Aus Bremer Brachland wird ein Kunstprojekt
taz: Herr Schnier, Sie verwandeln die Brache hinter dem alten Güterbahnhof in einen Ort für Kunst und Musik. Wozu?
Daniel Schnier: 1994 gab es einen Stadtplanungswettbewerb, bei dem Ideen für die Bebauung dieser Brachfläche gesammelt wurden. Doch im Zuge der Entwicklung der Überseestadt ist die Rangierfläche in Vergessenheit geraten - sie liegt immer noch brach. Das AAA will die Diskussion über die Verwendung nicht genutzter Gelände anregen.
taz: Was sollte da passieren?
Daniel Schnier: Toll wäre es, wenn die Brache öffentlich nutzbar wäre - beispielsweise als Garten, der nicht auf monetäre Art vermarktet wird. Momentan gehört die Fläche der Stadt.
taz: Was tun Sie dafür?
Daniel Schnier: Wir möchten das Brachland durch temporäre Nutzung wiederbeleben. Künstler, Autoren, Musiker und Filmemacher bespielen und thematisieren das Thema Brachlandflächen auf ganz verschiedene Art und Weisen. Es gibt zum Beispiel eine Aufführung des Theaterstücks "Warten auf Godot", verschiedene Lesungen und Filmnächte mit Vorführungen der Filmreihe "Aufflackern".
taz: Und danach?
Daniel Schnier: Danach wird die Brache wieder zur Brache - doch hoffentlich werden wir es geschafft haben, das Gelände ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und Ideen für die zukünftige Nutzung zu entwickeln. Interview: GKW (taz-bremen)
Sonntag ab 14 Uhr
AAA Daniel Schnier
Das "Autonome Architekten Atelier" (AAA) besteht aus dem Architekten Daniel Schnier und dem Raumplaner Oliver Hasemann. Sie sehen sich als Bindeglied zwischen Kunst, Kultur und Stadtentwicklung.
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Der Kreis ist gezogen und am Sonntag beginnt das AufAuf ab 14.00 Uhr. Ein Interview stand dennoch schon heute in der taz bremen.

Wir als AAA, danken ganz herzlich der Firma POPO für die schnelle und sehr spontane temporäre Brachenbestuhlung und freuen uns auf die kommende AufAuf-Zeit.
Die Stühle namens Vegetal von Ronan und Erwan Bouroullec aus dem Jahre 2008 passten auf die Brache.
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Für einen Sommer verwandelt AufAuf die verlassene, graue Rangierfläche hinter dem ehemaligen Güterbahnhof in ein aufregendes Experimentierfeld. Inmitten des Bremer Stadtzentrums wird die Brache in eine Oase verwandelt, in der jede Besucherin und jeder Besucher eingeladen ist, Filme und Kunst zu erleben oder sich einfach im
Schatten für einen Moment bei Musik und Vogelgezwitscher einen Moment aus der Hektik der Stadt abzusetzen. Frei von Nutzungszwängen können hier Ideen sprießen und umgesetzt werden, bevor die Brache wieder zur Brache wird.
AufAuf beginnt am 28. Juni 2009 mit der feierlichen Öffnung der Grenzen und endet mit einem Abschied namens AUFbald am 25. Juli 2009. Im Rahmen der Blicke der Verheißung ist es den Besucherinnen und Besuchern schon am 14. Juni 2009 möglich, einen verstohlenen Blick auf das Areal zu werfen.
Genauere Informationen und vor allem Ankündigungen zu Veranstaltungen auf der Brache sind auf www.aufauf.blogger.de zu entnehmen.

AufAuf ist ein Projekt des AAA - Autonomes Architektur Atelier.
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Foto: Occam
Knapp 50 TeilnehmerInnen hatten sich am Papageien vor dem Jakobus-Haus als markantem Treffpunkt versammelt, um uns auf einem Spaziergang zu begleiten, der die Grenzen des Geländes erkundete.
Diese Grenzen zeichnen sich in unterschiedlicher Intensität ab. Am Beginn unseres Spaziergangs waren es bloß die Schienen der Zugverbindung nach Oldenburg, die zwischen uns und dem Gelände liegen. Scheinbar leicht zu überqueren, bevor plötzlich ein Zug vorbeifährt und schmerzhaft laut darauf hinweist, dass dies ein reservierter Raum ist auf dem Fußgänger nicht geduldet sind. Überhaupt sind es vielfach Verkehrsstränge, die den Weg prägen, neben den Schienen ist es der Stelzendschungel des Nordwestknotens mit unterschiedlicher Fahrbahnen, von denen keine gefahrlos überquert werden können. Ein Raum, in dem der Mensch von seinen Verkehrsmitteln an den Rand gedrängt wird.
Der Grenzraum ist aber auch ein Raum der an die Grenze gedrückten Nutzungen. Graues Gewerbe, dass keine große Öffentlichkeit braucht, und soziale Einrichtungen für Obdachlose lassen sich hier finden. Und grenzen sich selbst wiederum mit Stacheldraht gegeneinander ab. Erst am Eingang nach Findorff, passend für die ehemalige Eisenbahnvorstadt an einer Bahnunterführung, wird der Zaun von einer dicht bewachsenen Böschung abgelöst. Hier, zwischen zwei Brücken, ist es eigentlich nur die Unkenntnis, die zwischen dem Areal und uns steht. Ein, zwei Meter hochgeklettert lässt sich schon erahnen, dass es hier einen Weg nach oben geben könnte.
Hinter der zweiten Unterführung gibt es dann auch ein Wohngebiet, das direkt an der trennenden Bahnlinie liegt. Eine sehr hohe Lärmschutzwand schützt die Anwohner. Oder die Bahn. Eine hohe, öde, grüne Wand, auf die man aus dem Erdgeschoss blickt. So öde, dass einige der Anwohner den Wall vor der Lärmschutzwand bepflanzt haben, um zumindest einen etwas anderen Ausblick zu haben.

Foto: Occam
Dank der hohen Mauer haben sie auch viel Schatten, nur die oberen Geschosse erfreuen sich des Sonnenscheins, des Ausblicks und des Lärms. Wo allerdings keine Wohnhäuser sind, verschwindet auch die Mauer recht schnell wieder. Zwischen den Gewerbebauten an der Plantage fällt denn auch immer wieder der Blick auf das Gelände.
Hinter der Plantage geht es für uns dann auch wieder unter der Bahn durch. Doch dann die kleine Überraschung, in der Mitte des Tunnels öffnet sich eine kleine Tür durch die wir über eine kleine Treppe nach oben gelangen und auf einmal im Innenhof des Güterbahnhofs stehen. Die Verheißung ist zum greifen nahe. Doch da AufAuf erst am 28. Juni 2009 beginnt, endet unser Spaziergang an dieser Stelle.

Foto: Daniel Schnier
Wir danken für die rege Teilnahme an dem Spaziergang und hoffen, Euch alle in zwei Wochen auf der Brache wieder begrüßen zu dürfen.
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Termin: Sonntag, den 14. Juni 2009
Zeit: 14.00 Uhr
Startort: Am Papagei vor dem Jakobus-Haus, Friedrich-Rauers-Straße 30 in 28195 Bremen

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