
foto: occam
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foto: bommel
Joachim „Bommel“ Fischer folgte dem Aufruf an Künstler, sich beim Projekt "AufAuf" einzubringen, und schuf einen etwa hundert Quadratmeter großen „Garten der Stille“. Aus alten Schallplatten gestaltete er verschiedene kleine Installationen, indem er sie in den sandigen Boden zwischen die Pflanzen steckte, was einen interessanten Kontrast darstellt. „Es ist dort auf der von Bahngleisen begrenzten Fläche nicht immer wirklich ruhig“ erläutert der Mann mit der Bommelmütze seine Arbeit. „Der „Garten der Stille“ ist daher etwas ironisch gemeint und soll darauf hinweisen, dass wir gerade in der Stadt unbedingt Bereiche der Ruhe brauchen.“ Doch in einer Hinsicht herrsche nun wirklich Stille, meint der 48-jährige Künstler, der sonst Aktionen mit rot-weißem Baustellenband durchführt und Bilder aus Müll gestaltet. „Man kann die Schallplatten jetzt natürlich nicht mehr hören. Liebhaber dieser Tonträger sollten besser einen Bogen um meine Installation machen. Ihnen würde der Anblick der im Boden steckenden Vinylplatten vermutlich Kummer bereiten.“ Die Arrangements tragen zum Teil Titel wie „Familie“ oder „Turm zu Babel“. Durch die Sonne kann es geschehen, dass sich die Schallplatten verbiegen, doch das nimmt Fischer gelassen hin: „Die Pflanzen im Garten der Stille verwelken, und die Schallplatten welken eben auf andere Weise dahin.“
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foto: occam
Zur zweiten Veranstaltung in der Reihe AUFflackern auf der Brache fanden sich am Samstag, den 4. Juli 2009 zwischen 30 und 40 ZuschauerInnen ein, die gebannt den Kurzfilmen den futureshorts folgten, einem Kurzfilmfestival, das dank Sanne Neumuth openair stattfand. Nach dem spektakulären Untergang der Sonne, zog zwar eine gewisse Kühle auf, doch dank der reichlich vorhandenen Decken und Tücher konnten alle ZuschauerInnen trotzdem den Filmen folgen. Untermalt wurde der Abend vor und nach den Filmen von Arvid, der mit seiner Musik dem ganzen einen super Rahmen gab.
Lieben Dank für alles geht an die Brinke 13. Tut einfach nur gut!

foto: occam
openair auf der AUFAUF am Samstag, den 4. Juli 2009
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Knapp eine Woche nach Beginn von AUFAUF erheben sich langsam die ersten Projekte aus dem Steinbett der Brachfläche. Percy und Komplizen, der Marnic Circus oder auch Alexander Kolb sind inzwischen soweit fortgeschritten, dass sich für die BesucherInnen das angestrebte Aussehen erahnen lässt. Auch die Verkleidung des Turms macht langsam Fortschritte, Etage für Etage arbeiten wir uns zur Spitze vor, auch wenn es scheint, dass es beim jetztigen Tempo bis Ende Juli brauchen wird, um dies zu erreichen.

foto: occam
Für die morgigen FutureShorts ist das Feld allerdings bereitet.

Weniger erfreulich für uns stellt sich der Besuch von einigen Graffiti-“Künstlern“ dar. Diese meinten die Container besprühen zu müssen, was uns vor arge Probleme stellt, da diese kostenfreie Leihgaben sind und in ihrem Ursprungszustand wieder übergeben werden müssen. Das es sich einzelne herausnehmen, in einem Projekt, das jedem Interessierten die Möglichkeit gibt seine Ideen umzusetzen, dies auf Kosten von anderen zu tun, missbilligen wir und halten wir für zutiefst respektlos.
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Besuch aus Holland

Zu unserem Urbanen Spaziergang im Rahmen des Tags der Architektur begrüßten wir die vielen BesucherInnen am zentralen Element von AUFAUF, den, vergleichbar mit der Fläche, momentan noch unverkleideten (Gerüst-)Turm. Nachdem wir vor 14 Tagen die äußeren Grenzen des Geländes erkundet hatten, folgten wir diesmal der inneren Abgrenzung, die auch sehr gut dokumentierte, wie
(laut-)stark das Areal begrenzt wird. Zwischen den zahlreichen Zügen die uns passierten, konnten wir den neugierigen TeilnehmerInnen einiges über die Historie des Geländes berichten aber vor allem plastisch demonstrieren, wie die modernen Verkehrsträger unser heutiges Stadtbild prägen. Über der Hemmstraße erreichten wir dann die einzige Stelle, die sich als alternativer Zugang auf das Areal anbietet. Der, momentan provisorische, Zugang, lud dann allerdings (noch) nicht zum massenhaften Gebrauch ein. Durch das Gebüsch folgten wir dann der weißen Linie als Orientierungselement zurück zum Turm, wo es dann die Möglichkeit gab, bei Kaffee und Kuchen die Weite des Geländes zu geniessen.


Von diesem gemütlichen Teil wurde dann gegen 16Uhr übergeleitet zum hochoffiziellen Teil des Programms, der Eröffnung des Projekts samt feierlicher Rede und Durchschneiden eines Bands. Sönke Busch sprach vom Turm hinunter und verleihte der Hoffnung Ausdruck, das in diesem Projekt die BürgerInnen Bremens Besitz und Verantwortung für diesen Flecken Landes in ihrer Mitte übernehmen wollen. Eine Hoffnung, die auch Daniel Schnier und Oliver Hasemann vom Autonomen Architektur Atelier ansprachen, als sie, über der Hemmstraße thronend, das eilig gespannte Flatterband zerschnitten und somit symbolisch die Grenzen von AUFAUF öffneten. In aufgelockerter Stimmung machten sich viele der BeobachterInnen spontan Gedanken, wie sie an dem Projekt teilnehmen könnten und welche Ideen sich auf diesem, teilweise doch sehr kargen und steinigen, Gelände umsetzen ließen. Viele der TeilnehmerInnen von AUFAUF und der daran interessierten waren natürlich anwesend, zwei Interessierte waren extra aus Holland angereist.
Nach diesen aufregenden Ereignissen lief der weitere Tag doch eher entspannt aus. Zwischen Birken und Schotterfeldern wurden Hamburger gebraten und im Abendrot ließ es sich auch sehr gut entspannen. Zum Abschluss wurde dann allerdings im Rahmen des AUFflackerns ein erster Film gezeigt: „nicht mehr - noch nicht“ zeigte die Ursachen und Auswirkungen von Leerstand auf und zeigte die theoretisch-fachlichen und praktischen Möglichkeiten auf, mit denen diesem Phänomen gegenüber getreten werden kann, das sich die Stadtentwicklung in den nächsten Jahren verfolgen wird.

AUFflackern I

Wir freuen uns über den gelungenen AUFtakt und bedanken uns bei allen, die dies möglich gemacht haben und hoffen, dass Ihr alle wiederkommt und dazu beitragt, dass die Brache zum Leben erweckt wird.
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